Bekanntgabe der Wasserhärte für den Versorgungsbereich der Gemeindewerke Sinn
Was ist eigentlich die Wasserhärte?
Für viele Stoffe ist Wasser ein besonders gutes Lösungsmittel. Es enthält deshalb als natürlichen Bestandteil nach seinem Aufenthalt im Boden eine Reihe gelöster Stoffe wie Calcium und Magnesium, die überwiegend als Salze im Boden vorhanden sind. Im Wasser entstehen aus diesen (Salz-)Verbindungen Ionen, das sind negativ oder positiv geladene Teilchen. Je nach geologischen Verhältnissen im Untergrund ist der Anteil dieser im Wasser gelösten Stoffe unterschiedlich. Unter Wasserhärte wird die Konzentration von Calcium- und Magensium-Ionen verstanden. Je höher der Anteil ist, desto härter ist das Wasser. Calcium und Magnesium werden deshalb als Härtebildner bezeichnet. Ihr Vorhandensein bestimmt die Gesamthärte des Wassers.
Was bedeutet das für mich als Wasserverbraucher?
Die Wasserhärte ist für das Waschen von Bedeutung: Die Härtebildner verringern die Waschkraft von Waschmitteln. Durch die richtige Waschmitteldosierung, die unabhängig von der jeweiligen Wasserhärte ist, kann ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz geleistet werden. Calcium und Magnesium sind aber unerlässlich für die menschliche Gesundheit. Je härter das Wasser, um so besser ist die Versorgung mit diesen Spurenelementen über das Trinkwasser. Calcium ist ein wichtiger Baustoff für die Kochen und Zähne. Auch für die Blutgerinnung ist es unentbehrlich. Magnesium dagegen ist wichtig für die Nerven und Muskulatur. Magnesiummangel führt zu Muskelkrämpfen und zur Verengung der Arterien.
Darüber hinaus hat ?Leitungswasser? noch einen entscheidenden Vorteil: Es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel mit sehr strengen Grenzwerten für kritische Stoffe, wie zum Beispiel Blei, Nitrat und Nitrit. Die deutsche Trinkwasserverordnung gehört zu den strengsten Lebensmittelverordnungen überhaupt und hat weltweit Vorbildfunktion.
Welche Wasserhärtebereiche sind bei der Waschmitteldosierung zu beachten?
Grundsätzlich kann gesagt werden: Je weicher das Wasser ist, desto weniger Waschmittel soll verwendet werden. Die Waschmittelindustrie ist gesetzlich dazu verpflichtet, bei Wasch- und Reinigungsmitteln abgestufte Dosierempfehlungen für die Wasserhärtebereiche anzugeben.
Am 1. Februar 2007 wurde vom Bundestag die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) beschlossen. Darin wurden u. a. die Härtebereiche an europäische Standards angepasst und die Angabe ?Grad deutsche Härte? (°dH) wird durch die Angabe ?Millimol Calciumcarbonat je Liter? (mmol/l) ersetzt. Das neue Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterscheidet jetzt nur noch nach drei Wasserhärtebereich und zwar:
- weich bis 1,5 mmol/l (0 ? 8,4 °dH)
- mittel von 1,5 ? 2,5 mmol/l (8,4 ? 14 °dH)
- hart über 2,5 mmol/l (über 14 °dH)
Welche Wasserhärte hat das Wasser in meinem Wohngebiet?
Ortsteil | Straßen | Härte- bereich | Millimol Calciumcarbonat je Liter (mmol/l) | Deutsche Härtegrade (°dH) |
Sinn | Am Hohenrain, Am Rechtsrain, Bahnhofstraße, Hoherainstraße, Unterm Ruhestein, Zur Wilhelmswalze |
mittel |
1,75 |
9,8
| Sinn | alle oben nicht aufgeführten Straßen | weich | 0,94 | 5,3 | Edingen | alle Straßen | weich | 1,15 | 6,4 | Fleisbach | alle Straßen | mittel | 1,68 | 9,4 |
Wie rechne ich eine Angabe in °dH in eine Angabe in mmol/l um?
1 °dH (Deutsche Härtegrade) entspricht 0,1783 mmol/l (Millimol Calciumcarbonat je Liter). 1 mmol/l (Millimol Calciumcarbonat je Liter) entspricht 5,6 °dH (Deutsche Härtegrade).
Bitte achten Sie auf die richtige Wasch- und Reinigungsmitteldosierung. Sie schonen hiermit die Umwelt und sparen auch noch Geld.
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